Abschiedsgedichte
Leb wohl… Abschied nehmen fällt immer sehr schwer. Ganz gleich ob es sich hier um ein Familienmitglied oder einen Freund handelt. Oftmals schmerzt es und tut weh!
Ein Abschied ist in der Regel auf Zeit, mal kürzer und mal länger. Aber am Ende sieht man sich meistens doch irgendwann wieder!
Eine schöne Art seine Gedanken und Gefühle bei einem Abschied loszuwerden, ist das Schreiben eines eigenen Gedichtes - ein Abschiedsgedicht! Inhaltlich sind hier alle Wünsche offen. Verschiedene Gefühle wie Wut, Trauer, Liebe, Freundschaft oder Mut können in einem solchen Gedicht ausdrucksstark wiedergegeben werden. Was verbindet man mit der Person? Was hat man gemeinsam erlebt? Welche guten und welche schlechten Erinnerungen gibt es?
Ein Abschiedsgedicht kann in einem liebevollen, ja in einem freundschaftlichen Stil geschrieben werden, oder gar voll Trauer und Schmerz. So verarbeiten viele Menschen zum Beispiel den Verlust einer sehr nahe stehenden Person mit einem Gedicht! In diesen Zeilen verarbeiten Sie Gefühle wie Trauer und Wut, Missverständnis und Ratlosigkeit! Auch wenn die betreffende Person dieses Gedicht nicht mehr selber lesen kann, hilft es unheimlich über den Schmerz hinweg zu kommen!
Auch das Schreiben eines lustigen und ironischen Gedichts ist für viele verschiedene Anlässe eine prima Gelegenheit. Wenn zum Beispiel der beste Freund oder ein Familienmitglied weiter weg zieht oder ins Ausland geht, so kann man spannende und amüsante Erinnerungen in einem frechen und witzigen Schreibstil wiedergeben. Hier erreicht man auf jeden Fall, dass die Person bei jedem Anblick des Gedichtes an die gemeinsame Zeit zurück denkt und sich sehr darüber freuen wird!
Mit Gedichten ist es am schönsten und persönlichsten lebe wohl zu sagen!
Der Abschied
Laß mein Aug den Abschied sagen,
Den mein Mund nicht nehmen kann!
Schwer, wie schwer ist er zu tragen!
Und ich bin doch sonst ein Mann.
Traurig wird in dieser Stunde
Selbst der Liebe süßstes Pfand,
Kalt der Kuß von deinem Munde,
Matt der Druck von deiner Hand.
Sonst, ein leicht gestohlnes Mäulchen,
O wie hat es mich entzückt!
So erfreuet uns ein Veilchen,
Das man früh im März gepflückt.
Doch ich pflücke nun kein Kränzchen,
Keine Rose mehr für dich.
Frühling ist es, liebes Fränzchen,
Aber leider Herbst für mich!
(Johann Wolfgang von Goethe)