Freundschaftsgedichte

Um seinen besten Freund oder seiner besten Freundin ein tolles und ganz individuelles Geschenk zu machen, bietet es sich an, ein eigenes geschriebenes Gedicht zu verfassen. Die Überraschung wird mit Sicherheit große Freude aufbringen, und ganz ehrlich, gibt es eine bessere Art und Weise jemanden zu zeigen, dass er/sie der beste Freund ist?! Ein selbst geschriebenes Gedicht ist eine sehr persönliche Sache, aber auch eine sehr schöne!

Freundschaftsgedichte können sehr ernst aber auch witzig geschrieben sein. Hier sind keine Grenzen gesetzt. Eines sollte aber auf jeden Fall beachtet werden, die Gedichte sollten schon auf die zutreffende Person passen und zugeschnitten sein. Dinge, die man als Freunde zusammen erlebt hat, können in so einem Gedicht wiedergegeben werden. So zum Beispiel der letzte gemeinsame Urlaub, eine Party, Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit, an die Schulzeit oder als man gemeinsam Probleme, wie den ersten Liebeskummer, bewältigt hat. Beste Freunde haben nun einmal sehr viel miteinander erlebt, gutes wie auch schlechtes, und somit werden einem sicher sehr viele Erinnerungen einfallen, die in das Gedicht mit einfließen können.

So ein Gedicht ist eine Art Liebesbeweis an den oder die Freund/in. Man zeigt damit ausdrücklich seine Gefühle und seine Verbundenheit zu der Person. Es muss auch nicht immer einen Anlass wie einen Geburtstag oder eine Hochzeit geben, um ein solches Freundschaftsgedicht zu verschenken. Bei solch einem Geschenk zählt die Gestik, das aneinander denken, das nicht vergessen und das zeigen, dass man sich gerne hat.

Der beste Freund oder die beste Freundin wird in späterer Zeit sicher viel Spaß mit dem Gedicht haben und sich somit immer wieder gerne an den Schreiber und die damit verbundene Zeit erinnern!




Den Freunden

Des Menschen Tage sind verflochten,
die schönsten Güter angefochten,
es trübt sich auch der frei’ste Blick;
du wandelst einsam und verdrossen,
der Tag verschwindet ungenossen
in abgesonderten Geschick.

Wenn Freundesantlitz dir begegnet,
so bist du gleich befreit, gesegnet,
gemeinsam freust du dich der Tat.
Ein Zweiter kommt, sich anzuschließen,
mitwirken will er, mitgenießen;
verdreifacht so sich Kraft und Rat.

Von äußerm Drang unangefochten,
bleibt, Freunde, so in eins verflochten,
dem Tag gönnet heitern Blick!
Das Beste schaffet unverdrossen;
Wohlwollen unsrer Zeitgenossen,
das bleibt zuletzt erprobtes Glück.

(Johann Wolfgang von Goethe)