Frühlingsgedichte
Frühlingsgedichte beschäftigen sich sehr häufig mit dem Aufkommen des Frühlings. Dazu gehört neben dem besseren und wärmeren Wetter auch das Blühen der ersten Blumen des Frühjahrs wie beispielsweise Krokusse.
In diesen Gedichten geht es aber auch darum, dass die Gefühle vor allem die Liebesgefühle wieder aufblühen, nachdem die harten, kalten und dunklen Monate des Winters überstanden sind.
Aber die Gedichte handeln auch von dem Frohsinn den der Frühling mit sich bringt. Sie machen Hoffnung darauf, dass der Sommer nicht nur die allgemeine Stimmung besser werden lässt. Vor allem in alten Gedichten geht es darum, dass wieder genug zu essen da ist und die Ernte im Herbst hoffentlich gut wird. Außerdem werden die sich bessernden Bedingungen für das alltägliche Leben beschrieben. In den Frühlingsgedichten wird häufig geschrieben, dass nicht mehr gefroren werden muss und bald die Sommer einlandenden Feste zelebriert werden können.
Frühlingsgedichte zeigen also die Hoffnung, die die Menschen in diese wunderschöne Jahreszeit setzten.
Zusätzlich kann es aber auch kritische Frühlingsgedichte geben. Die beispielsweise beschreiben, dass das Wetter gut wird und die Stimmung der Menschen. Aber dieses sich nur darauf beruft und nicht darauf, dass sich die eigentliche Situation in der die Menschen leben müssen verbessert. So gibt es viele unterschiedliche Gedichte.
Frühzeitiger Frühling
Tage der Wonne,
Kommt ihr so bald?
Schenkt mir die Sonne,
Hügel und Wald?
Reichlicher fließen
Bächlein zumal.
Sind es die Wiesen?
Ist es das Tal?
Blauliche Frische!
Himmel und Höh!
Goldene Fische
Wimmeln im See.
Buntes Gefieder
Rauschet im Hain;
Himmlische Lieder
Schallen darein.
Unter des Grünen
Blühender Kraft
Naschen die Bienen
Summend am Saft.
Leise Bewegung
Bebt in der Luft,
Reizende Regung,
Schläfernder Duft.
Mächtiger rühret
Bald sich ein Hauch,
Doch er verlieret
Gleich sich im Strauch.
Aber zum Busen
Kehrt er zurück.
Helfet, ihr Musen,
Tragen das Glück!
Saget, seit gestern
Wie mir geschah?
Liebliche Schwestern,
Liebchen ist da!
(Johann Wolfgang von Goethe)