Ostergedichte
Die Ostertage zusammen mit Familie und Kindern zu verbringen ist immer ein Erlebnis. Wer erinnert sich nicht gerne an die Zeit zurück, als man selber noch im Garten wie verrückt nach den Ostereiern und Schokoladenhasen gesucht hat. Ein Spaß, den jedes Kind haben sollte.
Um ein schönes Osterfest zu haben, sitzen viele Mütter bereits Tage vorher mit ihren Kindern zusammen, backen Kuchen und blasen Ostereier aus, welche später bemalt werden. Doch wie wäre es, wenn man zusammen mit seinen Kindern ein tolles und selbst geschriebenes Ostergedicht verfasst? Dieses Gedicht kann später an den Papa oder an die Großeltern verschenkt werden, die mit Sicherheit viel Spaß daran haben werden.
Ein Ostergedicht kann lustig aber auch liebevoll geschrieben sein. Vielleicht eine lustige Geschichte, was Oma und Opa mit dem Kind erlebt haben. Oder ein spannendes Gedicht, wie der Osterhase seine Geschenke verteilt?
Eine Vielzahl an tollen Ideen und Tipps zu Ostergedichten gibt es in Fachbüchern und Fachzeitschriften, sowie auch im Internet. Besonders um die Ostertage herum lassen sich auch zahlreiche Ideen in diversen Frauenzeitschriften finden. Mit ein bisschen Kreativität ist das eigene Gedicht zu Ostern schnell verfasst.
Um die ganze Sache noch schön abzurunden, können die Kinder noch ein schönes Bild zum Thema Ostern dazumalen – zusammen mit dem Ostergedicht überreicht, werden sich Großeltern ganz sicher riesig darüber freuen. Und auch die Kinder werden sehr viel Spaß beim verfassen eines Gedichtes haben….
Ostergedicht
Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
Glockenklingen sich auf Lenzeschwingen
endlich reimt,
und der Osterhase hinten auch schon presst,
dann kommt bald das Osterfest.
Und wenn wirklich dann mit Glockenklingen
Ostern naht auf Lenzesschwingen, -
dann mit jenen Dichterlingen
und mit deren jugendlichen Bräuten
draußen schwelgen mit berauschten Händen -
ach, das denk ich mir entsetzlich,
außerdem - unter Umständen -
ungesetzlich.
Aber morgens auf dem Frühstückstische
fünf, sechs, sieben flaumweich gelbe frische
Eier. Und dann ganz hineingekniet!
Ha! Da spürt man, wie die Frühlingwärme
durch geheime Gänge und Gedärme
in die Zukunft zieht,
und wie dankbar wir für solchen Segen
sein müssen.
Ach, ich könnte alle Hennen küssen,
die so langgezogene Kugeln legen.
(Joachim Ringelnatz)